Nächstes Konzert:   24.02.2012  20:15 Uhr   FLOMAforte   Jazzfestival Wetzikon

Aufstieg und Fall des fabelhaften Wysel

Aufstieg und Fall des fabelhaften Wysel

Zofingen · Musik&Theater und Verein Kulturraum Hirzenberg boten Ländlermusik multimedial an

Musikalisch in ständig wechselnder Besetzung in Szene gesetzt haben sie hervorragende Solisten aus Volksmusik, Jazz und Klassik, angeführt durch Noldi Alder von den legendären «Alder Buebe» (Violine und Hackbrett). Ebenfalls dabei sind Adrian Pflugshaupt (Saxophon, Flöte), Basil Hubatka (Trompete, Flügelhorn), Bernhard Bamert (Posaune), Hans Hasler (Akkordeon, Klarinette), Marcel Oetiker (Schwyzerörgeli), Rätus Flisch (Kontrabass), Marco Käppeli (Perkussion) und Christoph Baumann (Klavier).

Grandiose Umsetzung des Wandels
Der musikalischen Bilderbogen in dem mit Wysel personifizierten Künstlerschicksal zeichnet den Trendwechsel schleichend ab. Anfänglich bringt das Ensemble Beispiele lüpfiger Ländlermusik in Reinkultur hervor. Zunehmend mischen sich Dissonanzen ein, der Rhythmus wird ruckender, Handorgel («Kwätschkoomodä») und Klarinette werden durch Trompeten und Posaunen abgelöst, in den Motiven der Ländler tauchen Elemente des Dixie und Rock auf. Diese Übergänge bewältigten die Musiker mit erstaunlicher Beweglichkeit und absolut stilsicher. Immer wieder weckten solistische Paradestücke spontanen Applaus. Das «Story-board» (Drehbuch) von «Wysel» in der Komposition von Christoph Baumann ist ein Meisterstück des Musiktheaters.


© Zofinger Tagblatt / MLZ; 21. Februar 2012; 2; Region

Regionale und importierte Jazzer

Regionale und importierte Jazzer

Gefällig und komplex
Der Sound von Floma Fortes, der ersten Band am Freitagabend, hingegen ist lüpfig-verspielt, groovig und mitreissend.

«Das Programm des Jazzfestivals soll einerseits gefällig und andererseits komplex daherkommen», sagt Thise Gloor.
«Wir hoffen an allen drei Tagen auf je 60 bis 70 Zuschauer», so Gloor. «Damit ist der Classroom ja auch schon gefüllt.» Das ist jedoch für die Akustik nicht ausschlaggebend, welche gemäss Gloor auch bei weniger Leuten ausgezeichnet ist. «In jedem Fall werden wir die Konzerte aufnehmen. Ob es ­daraus einen Tonträger gibt, wissen wir noch nicht.»

Jazzfestival Freitag, 24. Februar
• 20.30 Uhr, Floma Forte mit Florian Mächler, Marcel Oetiker, Michel Scholl, Patrick Watanabe.


© Zürcher Oberländer; 21. Februar 2012; 9; Regionalkultur (Andreas Leisi)

Panorama-Flug durch die Flegeljahre der Ländlermusik

Panorama-Flug durch die Flegeljahre der Ländlermusik

[...] Musiktheater ohne Gesang und ohne szenisches Spiel? Der musikalische Bilderbogen «Wysel» (Ausgabe vom letzten Montag) machte das Experiment mit einem Konzept, das die Geschichte nur erzählt und visuell neue Wege ging.

Da verschieben sich Bildflächen zu räumlichen Tiefenwirkungen. Die Bilder werden heran- und weggezoomt wie bei Kamerafahrten durch Berglandschaften. Wenn Rennautos über den Klausen flitzen oder sich der Bilderfluss zum kaleidoskopischen Trip verflüssigt, grenzt das an Zauberei.

Das trifft sich kongenial mit der Musik, die Christoph Baumann (Leitung am Flügel) auf Volksmusik-Motive komponierte: ein Soundtrack, der originale Volksmusik auf die Bühne zitiert, wenn Kleinensembles vor Bildsujets so posieren, als gehörten sie mit ins Bild. Aber Baumann verfremdet das Volksmusik-Idiom raffiniert und schmilzt es in eine fröhlich mitreissende oder melancholische Klangwelt von heute ein. Die Musik bleibt damit das Hauptereignis des Abends – auch dank der hochkarätigen Besetzung mit Noldi Alder als virtuos gefordertem Wysel-Geiger, Hans Hassler am Akkordeon, Marcel Oetiker am Schwyzerörgeli und Jazzmusikern an Blasinstrumenten, Bass und Schlagzeug.
[…]


© Neue Luzerner Zeitung; 30. Januar 2012; 31lzhp; Neue Luzerner Zeitung; Kultur (Urs Mattenberger)

Stanser Musiktage

«[…] Volksmusik zieht an den Stanser Musiktagen 2012 ins Hauptprogramm ein.
[…] Weiter hält Stans an der im letzten Jahr formulierten Strategie fest, das Hauptprogramm und damit das «Kerngeschäft», die konzertante Musik, zu stärken. So gibt es dieses Jahr keine «Beizentour» von zeitgenössischen Volksmusikformationen mehr, vielmehr werden diese ins Hauptprogramm integriert: Im neuen Pavillon beim Winkelriedhaus sind unter anderem Konzerte von Noldi Alders Septett Klangcombi (17. 4.), des Marcel-Oetiker-Septetts (18. 4.) und von Markus Flückigers Rampass (19. 4.) geplant. […]»

© Zentralschweiz am Sonntag; 29. Januar 2012; 13ushp; Ausgabe Luzern; Kultur

Migros rettet Buureradio

«Migros rettet buureradio.ch»

Der Internetradiosender «buureradio.ch», dessen Überleben wegen finanziellen Schwierigkeiten nicht länger gesichert war, ist gerettet. Die Migros als neuer Presenting Sponsor beteiligt sich aktiv an der Neulancierung des Senders. Mit Umfrage.

Wenngleich sich in den kommenden Wochen dadurch vieles ändern werde, bleibe manches gleich: «Chefredaktion, Radioproduktion und -betrieb liegen nach wie vor in der Verantwortung von DMD2 in Bern, einer auf Digitalradio spezialisierten Firma.»

Alexander Dal Farra von DMD2: «Das neue Radio – der neue Name ist noch nicht bestimmt! – wird zu 100% auf Swissness fokussiert bleiben.» Das Engel-Chörli Appenzell wird also ebenso seinen Platz haben wie Francine Jordi, Max Lässer oder Marcel Oetiker.

Auch der Schweizer Landwirtschaft soll sich beim «neuen-alten» Radio die Möglichkeit bieten, sich auf diese attraktive Weise einzubringen. Denn neben Musik sind auch fixe Sendegefässe geplant, die landwirtschaftliche Themen aufnehmen.

http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_27544.html